Bahiga

Orientalischer Tanz * Pin-up Dance * Tribal-Fusion * Junggesellinnenabschiede


 

Orientalischer Tanz "Bauchtanz" mit Bahiga aus Volkach

für Auftritte und für Workshops in Volkach

oder in Tanzstudios in Deutschland, Österreich und in der Schweiz

 

Orientalischer Tanz "Bauchtanz" mit Bahiga aus Volkach

 

Orientalischer Tanz / Bauchtanz
 
Orientalischer Tanz, im Volksmund auch bekannt als Bauchtanz, ist ein meist von Frauen in speziellen Kostümen zu orientalischer Musik ausgeführter Tanz.
In der arabischen Welt wird der Tanz Raqs Sharqi, raqṣ šarqī, genannt. Aufgrund der wörtlichen Übersetzung „Tanz des Ostens“, ist die deutsche Bezeichnung „Orientalischer Tanz“ korrekt, bezieht sich jedoch nicht auf die Gesamtheit aller orientalischen Folkloretänze des Nahen bis Fernen Ostens, sondern nur auf den ägyptischen Solotanz. Quelle: wikipedia
 
 
 
 
Frag Tante Rocky: Antworten & Ratschläge zu Raqs Sharqi & Raqs Shaabi 
von Morocco (C. Varga Dinicu) und Sabuha Shahnaz
Vita Prana Buchverlag
 
Zitat: Das Buch der Bücher für alle, die die ganze Wahrheit über den orientalischen Tanz, seine verschiedenen Stilrichtungen und Hintergründe erfahren möchten. Geschrieben von einer Tanzpionierin, die mit über 50 Jahren Forschungsarbeit und Tanzerfahrung in den orientalischen Ländern weltweit die Tanzhistorie geprägt hat.
 
 
 
 
Raqs Sharqi: 50 Classic Greek, Turkish and Arabic Belly Dancing Songs
 
 
 
 
 
Tsifteteli
 
Tsifteteli' ist die griechische Bezeichnung für einen traditionellen orientalischen Tanz. Die Bezeichnung „Tsifteteli“ ist eine Ableitung von dem türkischen Wort Çiftetelli, was „mit zwei Saiten“ bedeutet. Dieser Tanz ist in Griechenland landesweit verbreitet.
 
 
 
Tsifteteli with Violin
Thanasis Haros
Aus dem Album Tsifteteli - Greek Instrumental Music For Belly Dance
 
 
 
 
Mykonos Dance (tsifteteli Dance)
Paraskevas Grekis
Aus dem Album Greece-grece/the Best Of Greek Music
 
 
 
 
 
 
Historischer Tanz
 
Der Arabisch-andalusische Tanz wird auch als Muwaschahat (‚Strophengedicht‘) bezeichnet. Dieser Tanz gehört zu den höfischen Tänzen. Er war ursprünglich nicht als Solotanz, sondern als Gruppentanz aufgeführt und wurde in Al-Andalus zur Zeit des maurischen Spaniens (etwa zwischen 711 und 1492) an den Höfen von Córdoba und Granada getanzt.
 
Für Ägypten wurde die arabisch-andalusische Musik in diesem Stil von Fuad Abd el Magid in den 1970er-Jahren in Kairo rekonstruiert. Eine andere Art des Muwaschahat hat sich in Marokko und Tunesien erhalten. Die alte Tradition dieser Tanzform ist in Syrien erhalten geblieben. Hier wird diese Musikform (sowohl mit Gesang und auch als reine Tanzmusik) weiterhin gepflegt (z.B. vom bekannten Omeija-Gruppe). Den Einsatz von Tambourinen oder zwei Tüchern, kann man hin und wieder beobachten.
 
 
 
Arabisch-Andalusische Musik aus Algerien
Mohamed Mahdi
Audio CD
 
 
 
 
 
 
Modetänze
 
Tänze wie Samba Oriental, Oriental Techno oder Oriental Pop sind Tänze, die Elemente aus dem Orientalischen Tanz übernommen haben, aber zu den modernen Mode- und Partytänzen bzw. zum Tanzsport und den Tänzen der Jugendkultur gehören. So ist die Kleidung, die Bewegungsvielfalt und auch die Musik völlig frei wähl- und verarbeitbar.
 
Bekannteste Trendsetterin der „Oriental-Pop-Welle“ (um einen allgemeinen Begriff zu nennen, die Musik kann auch Rap-Elemente beinhalten), die viele typische Bauchtanzbewegungen in ihre Choreografien, Videoclips und Liveauftritte einbaut ist die kolumbianische Sängerin Shakira. Ebenso zeigten und zeigen auch Beyoncé Knowles, Britney Spears, Christina Aguilera und Cher viele typische Bewegungen und Tanz-Kombis aus dem orientalischen Tanz.
 
 
 
Techno Oriental
Shaddai
Aus dem Album Oriental Emotions Vol. 1 - Classic + Modern
 
 

 

Oriental Belly Dance
Tabla Techno Amr Ismail 
 
1 Tabla Ala Stereo Amr Ismail
2 Techno Ala El-Defof Amr Ismail
3 El-Tabla El-Majnona Amr Ismail
4 Techno Darboka Amr Ismail
5 Tabla Ala Trance Amr Ismail
6 Taksim Ala Drames Amr Ismail
7 Rola Ala Techno Amr Ismail
8 Raks Ala Daraboka Amr Ismail
 
 
 
 
 
Geschichte des Orientalischen Tanzes
 
Der Orientalische Tanz bezieht sich auf eine Tanzform, die ihren Ursprung in Ägypten hat, und bezeichnet den dortigen Solotanz der Frauen. Dem wird allerdings von Anthony Shay heftig widersprochen; auf Grund einer Fülle von Literaturhinweisen kommt er zu dem Schluss, dass der Orientalische Tanz "von jedermann,in verschiedensten Aufführungen, getanzt wird: von Amateuren und Berufstänzern, von Jungen und Mädchen, von Frauen und Männern". Allerdings sei diese Tradition in großen Städten wie Kairo und Bukhara nach dem Ersten Weltkrieg erloschen.
 
In Ägypten hatte der Tanz von jeher einen hohen Stellenwert bei allen festlichen Gelegenheiten. Fremde und Reisende waren seit Jahrhunderten von diesem Tanz fasziniert und berichteten in ihren Briefen, Reisebeschreibungen und Büchern darüber. Seit der Kolonisation Ägyptens und mit zunehmendem technischen Fortschritt und kulturellem Austausch verbreitete sich der Tanz auch im Ausland. Heute ist er in Europa, Australien, Skandinavien, Japan und den USA ebenso zu finden wie in Ägypten.
 
Manche Vertreterinnen halten sich eng an die ägyptische Tradition, andere haben Einflüsse aus anderen Tanzstilen und Musikrichtungen mit verarbeitet. Es gibt inzwischen eine kontroverse Auseinandersetzung darüber, was der „echte“ ägyptische Tanz sei; verschiedene Schulen und Stile bildeten sich heraus.
 
Zur Zeit der Weltausstellung in Chicago (USA) um 1893 zeigte die relativ unbekannte Tänzerin Little Egypt zum ersten Mal orientalische Tänze vor internationalem Publikum. In dieser Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts war das Zeigen eines entblößten Bauches, ebenso wie das Zeigen eines Fußes oder unbedeckter Hände und Arme, gesellschaftlich sanktioniert. Die Tänze von Little Egypt, die in den USA später in Burlesque-Aufführungen auftrat, waren trotz oder gerade wegen der Zurschaustellung normalerweise bedeckter Körperteile eine Sensation. Offiziell wurde dem Tanz und der Tänzerin nur entrüstete Aufmerksamkeit gezollt, trotzdem ist ihr Name, ebenso einige Fotoaufnahmen verschiedener Tänzerinnen, die sich ebenfalls Little Egypt nannten, bis heute bekannt.
 
 
Die Geschichte des Orientalischen Tanzes in Ägypten
Barbara Lüscher
Verlag: Diwan
 
Die 1940er bis 1960er Jahre gelten als das «Goldene Zeitalter» der ägyptischen Filmindustrie. Damit verbunden, erlebte auch die gesamte Unterhaltungs-Industrie, vorab Musik und Tanz, einen Höhepunkt, durch die erstmalige weite Verbreitung durch Kino, Funk und Fernsehen. Aus den Tanz- und Musik-Interpreten der Casinos und Tanztheater Kairos wurden nun Stars der gesamten arabischen Welt. Die vorliegende Arbeit zeigt sowohl den Aufstieg einzelner herausragender Namen sowie die allgemeine Entwicklung des Orientalischen Tanzes im Kontext der Modernisierung und Industrialisierung Ägyptens auf.
 
 
 
 
 
Warum Bauchtanz?
Die Motivation deutscher Frauen zum Orientalischen Tanz
Constanze Wenzel 
 
"Warum Bauchtanz?"
- Fünf ausführliche, persönliche und lebendige Interviews mit Frauen verschiedenen Alters und unterschiedlichem sozialen Hintergrund zum Thema "Motivation deutscher Frauen zum Orientalischen Tanz" 
- Tanzgeschichte
- Tanzethnologie
- Religionswissenschaft 
- Motivationspsychologie 
- Tanz- und Kunstpsychologie 
- Sportpsychologie 
Eine spannende Reise durch Zeiten und Kulturen, durch Wissenschaft und Alltägliches:
 
 
 
 
 
Basare, Sand und Kardamom vom Atlantik zum Nil
Hildegard Weiss 
Verlag: Weiss, Rosenheim
 
Hildegard Weiss, 1943 geboren (1964 Heirat und Geburt einer Tochter, 1967 Scheidung), begann bereits als junge Frau, neben ihrem Beruf als Lehrerin, die nordafrikanischen Länder zu bereisen. 1974 durchquerte sie zum ersten Mal die Sahara mit einer „Ente“ 2CV. Wenig später gab sie ihre feste Anstellung auf und gründete in Rosenheim zuerst ein Pub und dann eine Galerie für moderne Kunst. Gleichzeitig beschäftigte sie sich intensiv mit arabischer Musik und orientalischen Tänzen. Zahlreiche Reisen führten sie für ihre tänzerische Fortbildung nach Ägypten. Als in Deutschland das „Bauchtanzfi eber“ ausbrach, eröffnete sie 1986 ihr „Studio für orientalischen Tanz“ in Rosenheim. Es folgten viele große Bühnen-Shows und Tanzprojekte. Im Jahre 2000 Bau und Eröffnung eines Seminarhauses in Ungarn für Dozenten aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, Malerei, Gesundheitswesen, Management. www.seminarhaus-himmelreich.com Seit 1994 organisiert die Autorin regelmäßig Frauenreisen in arabische Länder.
 
 
 
 
 
Tanztrends
 
 
Turkish Samba (118 bpm)
Nadja Abd El Farrag
Aus dem Album Oriental Dance Aerobics
 
 
 
 
 
Samba Nova
Hany Shenoda
Aus dem Album Oriental Belly Dance (Banaat Keteer - Mashis ElSaniora)
 
 
 
 
 
Cafe Oriental Vol.7 (Doppel-CD)
Thomas Kessler
Audio CD
 
 

 

 
Der Begriff „Bauchtanz“
 
Die Bezeichnung „Bauchtanz“ stammt vermutlich aus der französischen Bezeichnung „Danse du ventre“ (Bauchtanz). In ihren Romanen bezeichneten die französischen Schriftsteller Émile Zola und Gustave Flaubert den Orientalischen Tanz als „Danse du ventre“. Gustave Flaubert beschreibt in seinem Reisebericht Reise in den Orient auch orientalische Tänzerinnen, die er auf seinen Reisen gesehen hat. Ebenso denkbar kann die Bezeichnung „Raqs Balady“, übersetzt „Balady Dance (Tanz der Leute = Einheimische in Ägypten)“, zu der englischen Bezeichnung „Bellydance“ (= Bauchtanz ) geführt haben.
 
„Bauchtanz“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung vor allem für orientalischen Tanz. Der Begriff „Bauchtanz“ reduziert fälschlich die Vielfalt des orientalischen Tanzes und das Können der Tänzerinnen auf den Bauch, die Hüfte oder das Gesäß. Ebenso wie bei allen Tänzen werden natürlich auch Arme, Beine, Hände, Füße, Schultern und der Kopf bewegt. Falsch sind die oft anzutreffenden Vergleiche oder Bezüge zu Striptease oder Lapdance. Diese Vergleiche sind eine ungerechtfertigte Herabsetzung der Tanzkunst und des intensiven Trainings in Tanztechnik, Rhythmik und Musikkunde, die der Bauchtanz erfordert.
 
Bücher und Texte mit dem Titel „Make Your Husband A Sultan“ oder „Bellydance - A Very Sexy Exercise“, spielen mit diesen falschen Assoziationen und leisten dem Vorurteil Vorschub, Bauchtanz sei nur eine billige orientalische Technik zur Erotisierung des Publikums.
Dass Bauchtanz in der Vergangenheit als Beischlaf-Animation für Sultane oder als Verführungstrick benutzt wurde, entspringt eher schwülstigen Haremsfantasien und ist eine der vielen Legenden, die sich um den Bauchtanz ranken.
 
Zur weiteren Bauchtanz-Legendenbildung gehören folgende gern zitierte Geschichten:
 
- dass Salome die erste orientalische Schleiertänzerin der Bibel war,
- dass die Königin von Saba vor König Salomon Bauchtanz zeigte,
- dass Kleopatra VII. Julius Caesar mit einem orientalischen Bauchtanz verführt haben soll (allerdings durch antike Quellen nicht belegbar),
- dass Bauchtanz im Harem erfunden wurde.
 
 
 
Bellydance Superstars Vol.8 (Import)
Bellydance Superstars (Künstler)
Audio CD
 
 

 

Belly Dance
Various (Künstler)
Audio CD

 

Bewegungen und Bewegungsansätze
 
Nach dem Bewegungsansatz (z. B. Muskulatur des Beckens oder eher der Beine) können wir Stilrichtungen unterscheiden. So wird beim typischen ägyptischen Solotanz die Bewegung aus der Körpermitte geholt und kehrt energetisch auch oft wieder dahin zurück. Bei einer westlicheren Ausrichtung kommen die Bewegungen meist aus den Beinen, sind recht groß und werden seltener muskulär abgestoppt. Es gibt weiche, schlangenhafte Bewegungen, die zur Melodie getanzt werden und härtere, rhythmische Bewegungen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Tanzstil mit isolierten Bewegungen der einzelnen Körperregionen.
 
Vor allem beim Shimmy, dem rhythmischen, isolierten Zittern der Hüften oder anderer Körperteile, ist die gekonnte Isolation der Tänzerin sehr deutlich zu sehen. Der Shimmy kann in unterschiedlicher Intensität gezeigt werden, dabei kann die Tänzerin tanzen (d. h. der Shimmy wird über die größere Tanzbewegung gelegt) oder versucht einen Shamadan oder Säbel möglichst ruhig auf dem Kopf zu balancieren. Je besser die Isolation beim Shimmy trainiert ist, desto bewegungsfreier wird das Tanzaccessoire balanciert. Als Nebeneffekt des Shimmy, werden die auf dem Bauchtanzkostüm (vor allem an den Hüften und am Oberteil) angebrachten Verzierungen in Bewegung (bei Metallverzierungen auch zum klingen) gebracht. Der Shimmy setzt eine hohe Körperbeherrschung voraus, um ihn technisch einwandfrei zeigen zu können.
 
Gerade beim westlichen Stil werden viele Hand- und Armbewegungen eingesetzt. Der traditionelle orientalische Stil hingegen sieht die Arme und Hände eher als Umrahmung des tanzenden Körpers. Die Bewegungen lassen sich grob dahingehend einteilen, dass die Füße dem Grundrhythmus folgen, das Becken der Tabla/Darbuka, und dass der gesamte Körper die Melodie widerspiegelt. Im arabischen Tanz ist die Kenntnis des etwaigen Textes unabdingbar, da eine Tänzerin diesen interpretieren muss, d. h. die Körpersprache (Gestik ebenso wie Mimik) muss zum Text stimmig sein. Im Gegensatz zur ägyptischen Tanzszene werden in der Türkei instrumentale Tanzstücke bevorzugt.
 
Bauchtanz wird meist als typisch weiblicher Tanz wahrgenommen, der die Gefühlswelt und Kraft von Frauen zum Ausdruck bringt. Vor allem in Ägypten sind Frauen über 40 sehr populäre Bauchtänzerinnen, etwa Suhair Zaki, Fifi Abdou, Lucy und Dina. Dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass eine gute Tänzerin über Lebenserfahrung verfügen muss - dazu kommt selbstverständlich langjährige Bühnenerfahrung, um das zu formen, was in Ägypten von einer guten Tänzerin erwartet wird: eine Vollblut- und Allround-Entertainerin.
 
 
 
Bauchtanz - Zauber der Bewegung
Alterseinstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung 
Format: DVD
 
Der Bauchtanz ist einer der ältesten Tänze dieser Welt. Obwohl er vor allem in der orientalischen Welt zu Hause ist, wird er heutzutage auch bei uns von immer mehr Frauen entdeckt und ausgeübt. Lassen auch Sie sich vom Bauchtanz begeistern. Es ist ein faszinierender und harmonischer Weg Ihre natürliche Schönheit und Anmut auszudrücken. Ihre Kreativität und Lebensfreude zu fördern geschmeidig und flexibel zu werden ein neues Körperbewußtsein und erhöhte Sensibilität zu entwickeln sich zu entspannen und die Einheit von Körper, Geist und Seele zu erfahren. Mit diesem kompletten Bauchtanz-Kurs lernen Sie die Geheimnisse dieser magischen Bewegungen, die seit jeher Tanzende und Zuschauer verzaubern.
 
 

 

Das Bauchtanzkostüm
 
Das typische Bauchtanzkostüm entstand etwa den 1920er Jahren in den Kabaretts in Algier, Beirut und Kairo. Hauptsächlich in den Kabaretts von Kairo wurde der arabische Bauchtanz in seiner heutigen Form entwickelt und als Unterhaltungstanz aufgeführt.
 
Ein typisches Raqs Sharqi Kostüm besteht z. B. aus einem paillettenbesetzten BH-artigen Oberteil, einem ebenfalls paillettenbesetzten Gürtel (zusammen mit dem Oberteil als Bedleh bezeichnet) und einem Rock. Das traditionelle Kostüm bzw. die folkloristische Kleidung verwendet Münzen als Verzierung und gleichzeitig als Geldanlage (siehe auch Ouled Nail). Die orientalischen Tanzkostüme haben sich mit der Zeit modisch bedingt immer wieder verändert. Sie waren mehr oder weniger freizügig, hatten weite, enge Röcke, Shorts oder auch Hosen. Als Accessoire kann, muss aber nicht, zu einem klassischen Solo ein Schleier oder Cape benutzt werden. Im klassisch orientalischen Tanz ist der Schleier ein Intro-Accessoire und wird nach dem Eingangspart der Musik von der Tänzerin auf der Bühne abgelegt.
 
Als Tanzaccessoires werden feine Schleier, Säbel, Kerzentabletts eingesetzt. Tänze mit solchen Elementen werden zum Teil als Fantasy bezeichnet, da viele Accessoires von amerikanischen und europäischen Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts in den exotischen Tanz eingeführt wurden (z. B. Ruth St. Denis) und nur sehr entfernt mit den ursprünglichen Tänzen des Orients verwandt sind. Auch die typischen Schleiertänze der Salome oder Tänze von Schleiertanz-Gruppen sind kein klassisch orientalischer Tanz. Mit dem Schleier wird nur in der Sparte Fantasy durchgehend getanzt.
 
Neben dem klassischen Bauchtanzkostüm werden für die folkloristischen orientalischen Tänze und Stile im arabischen Raum (z. B. Hagalla, Iskanderani, Saidi) besondere Kleider bzw. Kostüme getragen, die keinem so deutlich erkennbaren Modetrend unterliegen wie z. B. die Sharqi-Kostüme.
 
Auch bei den orientalischen Tänzen der westlichen Welt (z. B. American Belly Dance) trägt man andere Kleidung als bei der „klassischen Show“ z. B. beim Säbeltanz, Tribal Style Dancing oder dem Kopfleuchtertanz.
 
 
 
 
Iskanderani
 
Der Iskanderani oder Iskanderiatanz, wird auch Alexandriatanz oder, nach dem Verhülltuch der Alexandrinerinnen, Melaya Laff, genannt. Er stammt aus Alexandria/Ägypten und wurde von der urbanisierten Landbevölkerung entwickelt, ähnlich dem Baladi.
 
Instrumentale Stücke, vor allem Baladimusik, gerne auch mit Gesang (männlichen wie weiblichen), in dem es vor allem um Liebe, Flirt oder die Sehnsucht nach der Geliebten geht, werden zum Iskandranitanz verwendet. Der Iskanderanitanz wird als der emanzipierteste der „Baladiähnlichen“ Tänze bezeichnet, da die Frau hier eine führende, dominante und selbstbewußte Rolle spielt – wenn der Tanz mit einem männlichen Tanzpartner gezeigt wird.
 
Die Iskanderanitänzerin trägt ein Kleid mit auffallenden Volants und Rüschen. Diese Kleider waren ursprünglich lang, gemäß moderner Modetrends wurden die Rocklängen gekürzt. Wichtig ist ein Kopftuch mit Bommeln oder Blüten, das hoch aufgetürmt gebunden wird, als Erinnerung an ihre ländlichen Wurzeln. Ferner ist es möglich einen Gesichtsschleier mit oder ohne Nasensteg zu tragen. Zwingend vorgeschrieben sind auch Pantoffeln mit Absatz. Das Verhülltuch der Frauen Nordägyptens, die Melaya, ein großes schwarzes Umhangtuch, gehört zur Alltagskleidung und wird im Tanz ebenfalls eingesetzt. Schmuck siehe Baladi. Quelle: wikipedia

 

 

Orientalische Folkloretänze 
 
Orientalische Folkloretänze gelten als die traditionell überlieferten Tänze des Nahen Ostens und sind Teil des orientalischen Tanzes.
 
Tänze aus dem Said
 
Der Folkloretanz Saidi, oder Saeedi, stammt aus Oberägypten. Signifikante Instrumente die in den Saidimusikstücken zu hören sind, sind u.a. Rababa, Mizmar, die großen Rahmentrommeln, Riq, Duff und Dahola insbesondere die "Tabla-Baladi".
 
Die Tänzerin tanzt in einem durchgängigen Kleid. Das typische Saidikleid hat eine trompetenförmige Ärmelform. Die Haare sind von einem langen Kopftuch gänzlich bedeckt.
 
Bekannt ist der Männerstocktanz (Tahtib), der wohl auf kämpferische Wurzeln schließen lässt, denn der Tanz heute hat nach wie vor Kampf/Duell-Charakter. Frauen karikierten diesen Männertanz oft - jedoch immer in sehr weiblicher, neckischer Art. Genaue Überlieferungen des Frauentanzes der Region fehlen jedoch. Obwohl zu einer eigenen Unterart zu rechnen, finden wir in den Tänzen der Ghawazee/Ghawazy viele Elemente, der Saidi-Folklore wieder.
 
Khaleegy
 
Der Khaleegy ist die ägyptische Aussprache für Khaleejy, was im übertragenen Sinne mit "golfig" übersetzt werden kann. Das heißt: Etwas stammt aus der Region am Persischen Golf, die Golfregion heißt im arabischen "Khaleej". Der Tanz an für sich, also der Khaleegy wird aber auch in den dortigen Regionen als Raqs Na'ashat oder Samri bezeichnet und in Deutschland auch als "Haartanz". Dies ist aber ein westlicher und recht ungenauer Begriff für den Khaleegy. Dieser spezielle Tanz gehört zwar zu den Tänzen der arabischen Welt, ist jedoch nicht als sogenannter "Bauchtanz" oder "bauchtanzähnlich" zu betrachten.
 
Die Herkunft und Verbreitung des Khaleegy liegt daher in den Arabischen Golfstaaten, dem südlichen Irak (genauer: Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Katar) und in Teilgebieten Saudi-Arabiens. Zur Tanzbegleitung wird Musik aus der Region des Persischen Golfes (der arabischen Golfstaaten) verwendet, entsprechend dem Herkunftsland mit stark rhythmischer Dominanz.
 
Die Tänzerin trägt für den Khaleegy ein überlanges, weites Kleid, das mit wertvollen und reichhaltigen Stickereien verziert ist. Dieses wird nur zum Tanzen über die andere Kleidung gezogen. Die Haare der Tänzerin (oder der Tänzerinnen) sollten möglichst lang sein und werden offen getragen. Diese Besonderheit und die Art, wie die Haare im Tanz hin- und hergeschwungen werden, ist der Grund wie dem Khaleegy in Deutschland der Namen "Haartanz" gegeben wurde.
 
Ursprünglich wurde dieser Tanz vor allem bei der feierlichen Zusammenkunft von Frauen und nur von Frauen getanzt. Die Frauen tragen bei zum Tanz ein Überkleid und das normalerweise lange Haar der Frauen ist gelöst. Im Tanz wird das Haar ab und zu von einer Seite des Kopfes auf die andere geworfen. Beim Tanzen ist ein Fuß flach, der andere auf den Ballen gestellt. Diese Fußstellung führt bei der Tänzerin zu einem leichten "Hinken", bzw. einer leichten Auf- und Abbewegung des Körpers. Dieser "hinkende Tanzschritt" ist typisch für den Khaleegy. Wie immer bei arabischen Tänzen wird die Musik (der Text) von der Tänzerin mimisch und gestisch interpretiert. Heutzutage wird der Tanz auch als "Gesellschaftstanz" angesehen und er ist inzwischen sowohl von Männern, als auch von Frauen bei Partys u.ä. Anlässen zu sehen.
 
Die Bezeichnung Khaliji ist als Überbegriff zu sehen und bezeichnet nur die Herkunft des Frauentanzes.
 
Dabke
 
Die Dabke ist ein orientalischer Folkloretanz, der in diversen Ländern des Nahen Ostens um das östliche Mittelmeer getanzt wird. Der eigentliche Ursprung ist nicht geklärt. Praktiziert wird der Tanz u.a. in folgenden Ländern Libanon, Jordanien, Syrien, Palästina, Israel und Irak, im Irak wird der Tanz im Dialekt "Chobo" genannt, Hocharabisch jedoch ebenfalls als Dabke/Dabka bezeichnet.
 
Dabke wird meistens bei Festen und auf Hochzeiten getanzt. Es ist ein Reihentanz, der Kontakt ist entweder durch Halten der Hände oder auch Umfassen der Schultern.
 
Dabke bedeutet so viel wie mit den Füßen auf den Boden Stampfen. Beim Dabke wird in der Regel eine Darbuka (Bechertrommel) benutzt; der Trommler kann das Tanztempo erhöhen indem er schneller und lauter trommelt. Man darf sich von der vermeintlichen Einfachheit des Tanzes nicht blenden lassen, denn die Schritte werden vom ersten Tänzer vorgegeben und vielseitig variiert.
 
Ursprung der Dabke
 
Man vermutet den Ursprung der Dabke in alten Zeiten, als die Häuser in den libanesischen Bergdörfern noch aus Baumästen bestanden und mit Lehm bedeckt waren. Es war die Zeit vor den heutigen Ziegeldächern, da der Lehm durch Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen war musste er alljährlich vor Einbruch des rauen Winters erneuert werden. In der Dorfgemeinschaft, die keine abgrenzenden Gartenzäune sondern gemeinsames Arbeiten schätzte, bat der jeweilige Hausbesitzer Nachbarn und Freunde um Hilfe. Die Männer hielten sich an den Händen und stampften den Lehm fest, um effektiv zu sein, musste dies natürlich in einem gemeinsamen Schritt und Rhythmus erfolgen. Als diese Arbeit später durch eine Steinrolle übernommen wurde, hatte sich die Tradition ihren Platz als Tanz schon erobert.
 
 
 
Stile des orientalischen Tanzes
 
Klassisch-orientalischer Tanz
Baladi
Orientalische Folkloretänze
American Tribal Style Belly Dance - und dessen Derivate wie Tribal Fusion, etc.
 
 
Klassisch-orientalischer Tanz
 
Klassisch orientalischer Tanz wird in der arabischen Welt Raqs Scharqi, raqṣ šarqī, genannt. Aufgrund der wörtlichen Übersetzung „Tanz des Ostens“, ist die deutsche Bezeichnung „Orientalischer Tanz“ korrekt. Der klassisch orientalische Tanz stammt aus Ägypten. Vor allem in Ägypten wird auf die reine, bis heute erhaltene ägyptische Tanzform Bezug genommen. Raqs Scharqi wird aber auch im Libanon, sowie vielen anderen Ländern der arabischen Welt gezeigt und unterrichtet.
 
Für den Raqs Scharqi werden instrumentale Stücke, bevorzugt (vor allem in Ägypten) vorgetragen von Live-Orchestern, hier oft auch mit Gesang. Mit der Modernisierung Ägyptens verändert sich auch die Scharqi-Musik. Westliche Einflüsse, die Einführung neuer Instrumente und die Erweiterung des traditionellen Orchesters führen zu einer „neuen“ Musik und zu einer raumgreifenderen und bühnenwirksameren Art zu tanzen. Berühmten Komponisten und Künstlern wie Farid el Atrache und Mohammed Abdel Wahab gelang es, die Musik zu modernisieren, ohne ihr den typisch ägyptischen Charakter zu nehmen.
 
Das typische Bauchtanzkostüm ist für den klassischen Raqs Scharqi obligatorisch. Es wird ein klassischer Zweiteiler oder ein Kleid benutzt. Die Tänzerin trägt einen bestickten BH, einen Gürtel und dazu einen Rock. Für das Entreé wird ein Schleier benutzt, der nach einer kurzen Weile auf der Bühne abgelegt wird. Im Libanon trägt die Tänzerin, im Gegensatz zu Ägypten, hohe Schuhe zum Tanz.
 
Während der Baladi ursprünglich die Kunst des einfachen Volkes war, geht Raqs Scharqi auf die Musik und den Tanz zurück, der an den adligen Höfen und in den reichen Häusern Ägyptens gepflegt wurde. Im früheren Zeiten war es Aufgabe der Awalim, professionelle höfische Unterhalterinnen und Lehrerinnen in Musik, Tanz, Dichtung und Gesang, die an adligen Höfen mit einem kleinen Musikensemble auftraten und eine verfeinerte Kunstform darboten, den Adel mit ihren Darbietungen zu unterhalten. Diese Tradition wurde später in den Häusern der gesellschaftlichen Elite fortgesetzt.
 
Der Raqs Scharqi heute enthält auch deutliche Elemente des Balletts. Die Tänzerin ist in ihrer Darbietung, vor allem in Ägypten, nicht nur allein Tänzerin. Sie übernimmt oft auch Gesangseinlagen oder moderiert einen Teil des Programms selbst, spricht mit dem Publikum und erwirkt so Rückmeldungen, die sie in ihre Darbietung mit einarbeitet. In dieser Art wird aus der reinen Tanzdarbietung eine Art kombiniertes Entertainment. Vor allem in Ägypten sind Frauen über 40 sehr populäre Bauchtänzerinnen, etwa Suhair Zaki, Fifi Abdou, Lucy und Dina.
 
 
Baladi
 
Baladi, auch Beledi oder Balady; ist ein folkloristischer, improvisierter, ägyptischer Tanzstil, der von Frauen Solo aufgeführt wird. Baladi bedeutet „vom Lande" oder „vom Lande kommend", Adjektiv von Balad, „das Land“, kann aber auch die Bedeutung von „mein Land" (gebildet aus Balad und der Personalendung i für „mein“) haben und bezieht sich in diesem Fall auf den Tanz.
 
Ein wesentliches Merkmal – dem Jazz, Soul und Blues vergleichbar – ist das zentrale Element der Improvisation (arab. Taqsim). Für die Tanzstücke des Baladi werden vor allem einfache, gerade Rhythmen ohne große Orchestrierung und Feinheiten, verwendet. Die im traditionellen Begleitorchester vorwiegend gespielten Instrumente sind die Stachelgeige Rubaba, die Oboe Mizmar, eine Flöte und eine Fasstrommel.
 
Instrumentalisten (Alātīya) und Tänzerin improvisieren innerhalb einer Grundstruktur, die im Laufe der Zeit immer komplexer wurde. Die Integration neuer Instrumente in diese Musik, wie Akkordeon und Saxophon, eröffnete weitere, bisher unbekannte und neue Ausdrucksmöglichkeiten. Der Musik des Baladi haftet oft eine Art Wehmut und Melancholie an, eine Trauer um die verlorengegangene alte Heimat, aber oft auch versteckte Kritik am bestehenden System und den aktuellen Lebensbedingungen, was den Baladi zum „Blues Ägyptens“ macht.
 
Für den Baladi verwendet die Tänzerin eine Galabija, viele Armreife, große Ohrringe (alles in Gold), zwingend erforderlich ist ein Kopftuch oder Haarband und ein Tuch für die Hüfte.
 
 
Ägyptischer Bauchtanz Baladi
Hossam Ramzy
Audio CD / Reinhören
 
1. "Night Foal": Night Foal
2. Arabian Knights
3. Mashalla
4. Alla Hai
5. Baladi We Hetta
6. Wahda We Bas
7. Malfuf Ala Westi
8. Roah Albi
 
 
 
Orientalischer Tanz mit einem Shamadan
 
Der orientalischer Tanz mit Elementen des Raks Sharqi und/oder Baladi mit dem Shamdan (Leuchter) auf dem Kopf der Tänzerin wird auch Leuchtertanz (Schamadan) genannt.
 
Bei den Schamadantänzern muss unterschieden werden, ob es sich um einen „Raqs El Shamadan“ (also einen Tanz der ägyptischer Tradition folgend) oder um die westliche Variante des Leuchtertanzes handelt, die eher dem orientalischen Showtanz zuzurechnen ist.
 
Der Raqs el Shamadan ist dem Baladi zuzurechnen und ist ein ägyptischer Folkloretanz. Ursprünglich gehörte er in die Hochzeitsprozession bei Baladi-Hochzeiten und wurde später Bestandteil des Tableaus bei Tanzaufführungen zur Hochzeitsfeier. Entsprechungen zu den ägyptischen Lichtertanz-Traditionen, die auf den einerseits symbolischen Hintergrund der geistigen Erleuchtung und andererseits der realen Wegerhellung zurückzuführen sind, finden sich auch in der Türkei. Für beide Tanzarten wird bevorzugt Baladi-Musik verwendet.
 
Für den Tanz wird ein durchgängiges Kleid getragen, jedoch kann man in der heutigen Zeit auch einen Hosenanzug sehen. Dies hat wohl eher praktische oder sittliche Gründe, denn im modernen Leuchtertanz wird ein Bodenteil eingebaut. Hier zeigt die Tänzerin Balance- und Shimmy-Bewegungen auf dem Boden liegend oder sitzend. Ferner ist das Zimbelspiel traditionelles Merkmal eines Leuchtertanzes, unabhängig ob es ein traditioneller oder moderner Leuchtertanz ist.
 
 
 
American Tribal Style Belly Dance
 
American Tribal Style Belly Dance ist ein moderner Gruppentanz amerikanischen Ursprungs, der viele Elemente des orientalischen Tanzes vereinnahmte und veränderte. Im Laufe der letzten Jahre hat sich American Tribal Style Belly Dance als eigenständige Tanzform international etabliert.
 
Die Wurzeln des Tanzes liegen in den ausgehenden 1960er- und beginnenden 1970er-Jahren, in der Umgebung von San Francisco in Kalifornien. Die eigentlichen Anfänge des American Tribal Style Belly Dance liegen jedoch in den späten 1980er-Jahren, in denen die Tänzerin Carolena Nericcio das wichtigste Element, das der Cues, in den Tanz einarbeitete[1]. Die Bezeichnung American Tribal Style Belly Dance (oder ATS) ist ein etablierter Begriff, der eine eigenständige Tanzform mit feststehenden Regeln bezeichnet. Daher ist es wichtig, zwischen den einzelnen Unterarten des allgemein als Tribal Style Dance bezeichneten Tanzes und dem American Tribal Style Belly Dance zu unterscheiden.
 
Die Bezeichnungen Tribal Style Dance, Tribal Style oder nur das Wort Tribal werden in Deutschland fälschlicherweise für eine große Anzahl von Derivaten des American Tribal Style Belly Dance benutzt, stellen aber in der Regel völlig eigene und abgeänderte Tanzversionen dar, die von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich sind.
 
Musik
 
Je nach der Ausrichtung des Tribes kann jede Musik zum Tanz verwendet werden, die das Stammesgefühl am besten ausdrückt. Meist ist die verwendete Musik eher folkloristisch mit durchgehenden Rhythmen. Europäische Gruppen verwenden inzwischen gerne mittelalterliche Musik, aber auch Heavy Metal- oder Meditationsmusik kann verwendet werden. Im Tribal Style Dance ist fast alles erlaubt.
 

 

Die Entwicklung des Kairoer Stils
 
Der arabische Raqs Sharqi wurde in der Cabaret-Szene von Kairo in seiner Grundform und Ausprägung entwickelt und aufgeführt. Verbreitet wurde dieser Cabaret-Stil hauptsächlich durch die ägyptische Filmindustrie. Ägypten hat bis heute eine starke Filmindustrie, und zwischen 1920 und 1950 boomten Filmproduktionen und Aufführungen. Da der Eintritt für einen Film wenig kostete und vom tristen Alltagsleben (wie überall auf der Welt) ablenkte, konnten sich die in den Filmen gezeigten Tanzstile schnell etablieren und wurden in den Cabarets und Nachtclubs weiterentwickelt. Auch das Fernsehen, in dem bis heute auch gerne alte Filme gezeigt werden, und welches in Ägypten rund um die Uhr angeschaltet ist, hat seit seiner Etablierung dazu beigetragen, die großen Tänzerinnen des frühen ägyptischen Kinos weiterhin im Gedächtnis zu behalten.
 
Bekannte und berühmte Tänzerinnen des Kairoer Stils, auch außerhalb Ägyptens, sind u. a. Samia Gamal, Tahia Carioca, Naima Akef und später Nagua Fouad. Suher Zaki oder Fifi Abdo, setzten im orientalischen Tanz ebenfalls hohe Maßstäbe, die nicht nur in der arabischen Welt Anwendung und Nachahmung finden.
 
In Ägypten und der arabischen Welt, speziell ab ca. 1980 bis heute, hat der Tanz den Status einer gehobenen Unterhaltungskunst. Während die europäische Kabarett- und Varieté-Unterhaltung seine beste Zeit schon 1925 hinter sich hatte und mit eher anrüchigen Darstellungen Publikum anlockt, stellt die Nachtclubszene Ägyptens noch immer Unterhaltung auf gehobenem ästhetischen Niveau dar.
 
 
Golden Era of Bellydance Vol. 2: Samia Gamal
Ferqat Al Tooras Orchestra
 
 

 

 

 

Orientalischer Tanz außerhalb der arabischen Welt
 
Der Bauchtanz, wie er heute in der westlichen Welt bekannt ist, stellt eine Sonderform des orientalischen Tanzes dar. Bauchtanz ist auch in der Türkei, in Griechenland und generell im Balkanraum verbreitet. In Griechenland und auf dem Balkan wird er in erster Linie als Gesellschaftstanz getanzt und eher selten vorgeführt.
 
Der türkische Bauchtanz heißt Göbek Dansı (Göbek; türk. Bauch) oder Oryantal Dans, der griechische Tsifteteli. Diese beiden Formen kennen weniger Bewegungen als der arabische Bauchtanz, und auch die Musik dazu ist rhythmisch meistens gleichförmig, im Gegensatz zur arabischen Bauchtanzmusik, die in einem einzigen Stück eine große Vielfalt von Rhythmen aufweist.
 
Mit dem ersten Auftauchen des orientalischen Tanzes in den USA vor über vierzig Jahren wurde aus dem exotischen Tanz eine Mainstreambewegung. Mit der Hippie-Ära, der Entdeckung fernöstlicher Philosophien und alternativer Lebensmodelle wurde auch der orientalische Tanz in den USA neu entdeckt. Hier gelang im Laufe der Zeit die Entwicklung eines eigenständigen Stils des American Cabaret Bellydance (auch AmCab genannt) oder "American Bellydance", der sich vom klassisch orientalischen Tanz unterscheidet. Diese Entwicklung eines eigenständigen Stiles förderte die Kreativität und das Selbstbewusstsein amerikanischer Tänzerinnen, eigene Fusionen und Bewegungen einzubringen, ohne sich mit Authentizitätsproblemen auseinandersetzten zu müssen.
 
Bekannte zeitgenössische amerikanische Tänzerinnen (diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)) sind: Suhaila Salimpour, Ansuya, Delilah, Cassandra, Dalia Carella, Suzanna Del Vecchio, Morocco, Latifa und Helena Vlahos (die schon in den 1970er Jahren im amerikanischen Fernsehen rollende Münzen auf ihrem Bauch tanzen ließ).
 
Unter der Bezeichnung moderner ägyptischer Tanz versteht man die Weiterentwicklung der traditionellen ägyptischen Tanzbewegungen. Im Sinne von Weiterentwicklung des traditionellen ägyptischen Tanzes, wurden seit einigen Jahren neue Elemente (Bewegungen und Kombinationen) durch ägyptische Tänzerinnen in den Bauchtanz eingebracht. Diese neueren Bewegungselemente werden zur besseren Unterscheidung und Benennung oft nach den einzelnen Tänzerinnen benannt die diese Bewegungen zeigten und verbreiteten.
 
Bis heute haben sich zahlreiche sehr gute und bekannte Tänzerinnen und Tänzer aus dem konservativen Schatten des puren ägyptischen Stils herausentwickeln können. Durch ihre Arbeit mit Bauchtanz haben sich inzwischen viele Tänzerinnen und Tänzer einen respektablen Ruf in Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene erarbeiten können. Als Austauschsplattform und Forum um Kontakte zu knüpfen für einen internationalen Tanz- und Erfahrungsaustausch, gelten bis heute die internationalen Tanzfestivals in Ägypten, USA und Europa.
 
Fantasy Tänze
 
Diese Tänze wurden nach alten Bildern und Geschichten erdacht, ohne reale geschichtliche Grundlagen für die Tanzformen und -schritte.
 
 
Pharaonischer Tanz
 
Der pharaonische Phantasietanz hat keine direkten historischen Quellen. Vorbild für die pharaonischen Tänze und Kostüme sind die ägyptischen Wandmalereien aus Gräbern in Ägypten. Viele Tänzerinnen beziehen sich auf bekannte Pharaonen wie Echnaton, Nofretete, Kleopatra VII., Hatschepsut oder ägyptische Göttinnen wie Isis, Hathor, Maat oder Neith.
 
Die zum Tanz gespielte Musik ist frei wählbar, nach dem Ausdruck des Tanzes und ist meist getragen, dramatisch und langsam. Die Bewegungen und Choreografien der Tänzerinnen sind angelehnt an die Körperhaltung und Gestik der auf den Grabmalereien des pharaonischen Ägypten dargestellten Personen.
 
Typisch ägyptische Kostüme und Schmuck, ebenso die Krone der Pharaonen, und der Halsschmuck (ägyptischer Halskragen) finden hier Verwendung. Die Symbole der ägyptischen Herrscher, sowie die Symbole der ägyptischen Götter (z.B. das Anch-Zeichen), werden als Accessoires im Tanz benutzt. Bei Darstellungen (Tänze) der Göttin Isis ist der überweite goldene und plissierte Schleier (oft mit Stöcken als Verlängerung), oder Flügelschleier auffallend. Der Flügelschleier sollen die Flügel der Göttin darstellen.
 
 
 
Säbeltanz
 
Die Herkunft des Säbeltanzes, wie er heute im orientalischen Tanz gezeigt wird, ist ein Fantasietanz, der keine historisch belegbare Quellen hat: Einige Tänzerinnen beziehen sich als Vorbild für ihre Interpretationen auf die griechischen Quellen über das Volk der Amazonen oder auf Vorbilder kämpfender Frauen aus der Geschichte des Orients. 
 
Einige Tänzerinnen führen an, der Säbeltanz stamme aus den Hochzeitsriten orientalischer Berbervölker: Der Frau wurde während der Hochzeit das (Schutz)Schwert (Säbel) des Mannes übergeben. Die Übergabe diente als Symbol, dass sie nun zur Herrin des Hauses und Bewahrerin der Familienehre geworden war. Um zu zeigen, dass sie mit dem Säbel umzugehen weiß, entwickelten die Frauen eine spielerische und tänzerische Art, nämlich den Säbeltanz. Diese Theorie wurde bisher nicht belegt.
 
Das Kostüm, sowie der Schmuck sind frei wählbar und richten sich nach keinen direkten historischen Vorlagen oder Quellen. Meist wird mit einem Oberteil (z.T. mit Jacke) und einer Pluderhose getanzt. Oft wird der Säbeltanz auch in folkloristischen Kostümen gezeigt oder in einem dem klassischen Bauchtanzkostüm sehr ähnlichen Kostüm oder auch Kleid.
 
Der Säbeltanz kann mit schnellen und langsameren Bewegungen getanzt werden. Dies ist der Tänzerin frei überlassen. Es werden immer die typischen Bewegungen des orientalischen Tanzes benutzt. Die getanzte Illusion der kampfbereiten Frau mit dem todbringenden Säbel steht hier zwar im Vordergrund, der Tanzausdruck ist in der Regel nicht kämpferisch, eher huldvoll und ätherisch. 
 
 
 
Schleiertanz
 
Die hier vorgestellten Schleiertänze sind reine Fantasietänze ohne realen historischen Hintergrund. Obwohl der Schleier als Kleidungsstück für Frauen in der Vergangenheit bis heute Verwendung fand, gibt es kaum historische Quellen, die über Schleiertänze Auskunft geben.
 
Die Herkunft des heutigen Schleiertanzes liegt in Europa und USA um das Ende des 18. Jahrhunderts. Die verwendete Musik ist bis heute frei wählbar und unterliegt dem individuellen Tanzausdruck der Tänzerin. Für Schleier werden in der Regel rechteckige oder halbrunde Schleier verwendet, manchmal auch zwei Schleier pro Tänzerin.
 
Der Schleier als Tanzaccessoires wurden von westlichen Tänzerinnen in den orientalischen Tanz eingebracht, und werden nach jahrzehntelanger Verwendung mittlerweile als „traditionelles“ Accessoire angesehen. Die erste berühmte Schleiertänzerin war die Amerikanerin Loïe Fuller, die mit einem übergroßen Schleier, auf den Lichteffekte projiziert wurden, in USA und Europa mit großem Erfolg auftrat. Auch die Tänzerinnen Maud Allan und Mata Hari tanzten mit Schleiern, prägten mit ihren Auftritten die ersten Schleiertänze und machten diesen Tanz in USA und Europa „bühnentauglich“, in dem sie ihm durch eine Geschichte (Salomé) eine vordergründige Authentizität gaben.
 
In Kairo wurde der Schleier unter anderem durch eine russische Tanzlehrerin eingeführt. Anna Ivanova brachte der ägyptischen Tänzerin Samia Gamal bei, mit dem Schleier zu tanzen, um damit ihre Haltung und Armführung zu verbessern. In Ägypten wird der Schleier heutzutage vor allem für das Entré benutzt und kaum kunstvoll eingesetzt. Etwas länger tanzen die libanesischen Tänzerinnen damit, oft wird der Schleier dabei anfangs vorne um den Hals gelegt und mit den Händen zur Seite wie zwei Flügel hochgehalten.
 
Eine weitere westliche Spezialität ist der Tanz mit zwei halbrunden Schleiern (Doppelschleier), für schöne visuelle Effekte vor allem mit vielen Drehungen, auch mit mehr als zwei Frauen, sprich in Gruppentänzen oder Duetten, findet der Schleier oder Doppelschleier Anwendung.
 
Tanz mit sieben Schleiern
 
Der Tanz mit den sieben Schleiern wird auch Tanz der Salome genannt. Die Musik sowie die Kostümierung sind frei wählbar. Die Tänzerin hüllt sich zu Beginn ihres Tanzes in der Regel in 7 Schleier ein, die sie im Laufe des Tanzes nach und nach „abtanzt“, d.h. ablegt.
 
Auch dieser Tanz ist ein reiner Fantasietanz und hat keine historischen Vorbilder. Frühe „Schleiertänzerinnen“ ließen sich durch Oscar Wildes Theaterstück Salome für die Figur der Salome und des Schleiertanzes bzw. frühe Tänze angeblich orientalischer Herkunft inspirieren. Ebenso oft wird erklärt, der Tanz der Salome“ habe mit 7 Schleiern stattgefunden, was aber so in der Bibel nie erwähnt wurde: Matthäus 14, 6.: „Als aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel dem Herodes gut.“ Der Tanz mit sieben Schleiern wird ebenfalls oft von den Göttinnen Ischtar oder Isis hergeleitet.
 
Es wird auch angenommen, dass der Tanz der sieben Schleier ein bedeutender Bestandteil des Heiligen Dramas war, das den Tod des Ersatz-Königs, seinen Abstieg in die Unterwelt und seine Errettung durch die Göttin darstelle; die Göttin legt dabei an jeder der sieben Pforten der Unterwelt eines ihrer sieben Gewänder ab. Die Salome oder „Friede“ (Schalom) genannte Priesterin verkörperte die hinabsteigende Göttin.
 
Die Zahl Sieben spielt in der gesamten Mythologie eine große Rolle. Sieben Tore soll man durchschreiten, bis man in der Unterwelt ist, die Göttin Isis trug sieben Gewänder, es gibt sieben Sphären, die nach antiker Vorstellung die Erde umschlossen und sieben Todsünden. Die bekannteste Tänzerin, die sich des Vorbilds Salomés bediente, war Maud Allan.
 
 
 
 

Schlangentanz

Im sogenannten Schlangentanz der Alten Welt werden von der Tänzerin entweder die Bewegungen von Schlangen nachgeahmt, oder sie tanzt mit einer oder mehreren Schlangen an ihrem Körper. Bei der Nachahmung der Bewegungen einer Schlange bewegt die Tänzerin ihren Körper sowie Gliedmaßen in fließenden Bewegungen und imitiert somit die Fortbewegungsart von Schlangen. Der Schlangentanz ist in den USA, Europa, Russland, ebenso wie Australien oder Ägypten verbreitet.
 
Davon grundsätzlich zu unterscheiden ist der Schlangentanz als neuntägige religiöse Zeremonie der Hopi-Indianer in Arizona, den Priester alle zwei Jahre zur Regenbeschwörung zelebrieren.
 
Die Herkunft des Schlangentanzes lässt sich aus historischen Quellen nicht ergründen. Es wird die Auffassung vertreten, dass schon früh in der Menschheitsgeschichte Heiler, Priester oder Schamanen die Schlange als heiliges Tier verehrten und auch mit ihr tanzten, um eine Verbindung zur Welt der Götter aufzubauen. Schlangentänze im orientalischen Tanz werden oft auf die bildliche Verwendung der Königskobra in der altägyptischen Kunst bezogen, da die Kobra ein heiliges Symbol war und sehr oft Verwendung fand. 
 
Ebenso oft werden Schlangentänze auch mit dem Tod der Kleopatra VII. in Verbindung gebracht, die angeblich durch den Biss einer Schlange starb, oder mit dem minoischen Fund der sog. kleinen Schlangengöttin aus der kultischen Schatzkammer des Heiligtums des Palastes von Knossós. Beide Herleitungen versuchen dem Fantasietanz mit Schlangen (oder als dargestellte Schlange) einen historischen Hintergrund zu geben und eine uralte Authentizität anzudichten. Heute ist die Ausgestaltung des Tanzes der Fantasie der Tänzerin überlassen.
 
Beim Tanz mit einer oder mehreren Schlangen ist ein wirklicher Tanz aufgrund des Gewichtes des Tieres nicht mehr möglich. Hier werden vor allem leichte und langsame Bewegungen benutzt, um vor allem die Schlange zu präsentieren. Eine typische Tanznummer mit Schlange besteht darin, dass die Tänzerin die Schlange an einem Punkt ihres Tanzes aus dem bereitgestellten Korb nimmt und mit ihr zu tanzen beginnt. Dabei muss sie auf das Tier und seine Bewegungen eingehen, denn Schlangen lassen sich nicht abrichten. Bei dem Gewicht einer ausgewachsenen Schlange kann die Tänzerin bestenfalls noch langsame Schreitbewegungen machen. Die verwendete Musik kann genauso wie das Kostüm, der Schmuck und andere Accessoires frei gewählt werden.
 
 
 
 
Der Schlangentanz
Jura Kralicek
Aus dem Album Fata Morgane

 

 

Schleiertänzerinnen

 

Loie Fuller 
(englisch)
Aurora Herrera Gómez
Label: Sahara productions
 
 
 
 
 
Loïe Fuller, danseuse de la Belle Epoque 
(französisch)
Giovanni Lista
Verlag: Editions Hermann

 

 

The Maud Allan Affair 
(englisch)
Russell James
Verlag: Remember When
 
 
 
 
 
Mata Hari
Greta Garbo (Darsteller), Ramon Novarro (Darsteller), George Fitzmaurice (Regisseur)
Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren
Format: DVD

 

 

 

 

Auftrittsmöglichkeiten und -kombinationen, je nach Anlass und Wunsch, mit Bahiga:

 

Isis-Flügel Tanz

Persiflage, eine getanzte Persiflage: Die Stärke der Frau

Raks Shamadan, Tanz mit dem Kopfleuchter

Säbeltanz

Schleiertanz und Tanz mit 2 Schleiern

 

Info-Telefon: 0 93 81 - 84 73 99

 

oder zum Kontaktformular

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Weblinks zum Thema Bauchtanz und Orientalischer Tanz auf bahiga.de, Geschichte des Orientalischen Tanzes auf bahiga.de, Bauchtanz in Filmproduktionen, Bauchtanz in Musikproduktionen